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Zeit für tatsächlich gelebte Gleichberechtigung

Vor hundert Jahren am 30. November 1918 verankerte der Rat der Volksbeauftragten das aktive und passive Wahlrecht für alle Bürgerinnen und Bürger in der Verordnung über die Wahl zur verfassungsgebenden deutschen Nationalversammlung. Am 19. Januar 1919 konnten Frauen in Deutschland erstmals wählen und gewählt werden. Ihre neuen Rechte nutzten die Frauen rege – fast 90 Prozent der Frauen beteiligen sich als Wählerinnen an dieser historischen Wahl und 300 Frauen kandidierten als Abgeordnete. Seither haben Frauen in Deutschland viel erreicht.

„Doch wo stehen wir heute, 100 Jahre später?“ Mit dieser Frage beschäftige sich der Vorstand der Frauen Union in seiner letzten Sitzung. Unstreitbare Fortschritte in der politischen Partizipation täuschen bisweilen darüber hinweg, dass Frauen im Deutschen Bundestag noch immer unterrepräsentiert sind. 2017 fiel der Frauenanteil mit 30,7 Prozent auf einen Wert von vor 20 Jahren zurück. Auch in den meisten Länder- und Kommunalparlamenten ist der Frauenanteil eher rückläufig und liegt durchschnittlich bei einem Drittel.

„Die Frauen Union Münster bekräftigt daher ihre Forderung, dass der Anteil von Frauen in politischen Ämtern und vor allem Mandaten deutlich und nachhaltig zu erhöhen ist. Außerdem fordert sie den Deutschen Bundestag auf, im Zuge der für diese Wahlperiode vorgesehenen Wahlrechtsreform geeignete Maßnahmen und auch mögliche gesetzliche Regelungen zu prüfen, um eine paritätische und repräsentative Vertretung von Frauen zu gewährleisten.“ So die Vorsitzende Elke Müller in einer Erklärung. 

Unterstützung erhält die Frauen Union dafür von der Bundestagsabgeordneten Sybille Benning: „Demokratie kann nur gelingen, wenn Frauen und Männer gleichermaßen teilhaben. Frauen wollen und müssen nicht nur am Wahltag ihre Stimme abgeben, sondern in unseren Parteien, den Parlamenten und der Regierung angemessen vertreten sein“.

 

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Zukünftig werden die Bundesfachausschüsse der CDU gleichberechtigt von zwei Vorsitzenden geleitet. Das hat der Bundesvorstand der Union jetzt beschlossen. Die Besetzung muss paritätisch erfolgen. Das heißt, es wird jeweils eine Vorsitzende und einen Vorsitzenden in jedem Bundesfachausschuss geben. Dafür entfallen die Stellvertreter-Positionen. Die Frauen Union Münster begrüßt diese wichtige Änderung, die auf Vorschlag von Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer durchgesetzt wurde.

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Frauen Union mit neuen Gesichtern

In der gestrigen Mitgliederversammlung der Frauen Union Münster wurde der Kreisvorstand neu gewählt. Elke Müller, die zuvor die kommissarische Leitung übernommen hatte, wurde ohne Gegenstimme als neue Vorsitzende gewählt.

 

Mit ihr zusammen wird der Vorstand durch die zwei Stellvertreterinnen Leyla Korkmaz und Jolanta Vogelberg, der Schriftführerin Beate Horste und den acht Beisitzerinnen Nasanin Bahmani, Dagmar Dorn, Petra Hensel-Stolz, Julia Hönerlage, Lea Knezevic, Gianna Krüger, Dana Schneider und Karin Ubrig komplettiert.

 

„Ich freue mich, so die neue Vorsitzende Elke Müller, dass der Vorstand mit neuen Gesichtern seine Arbeit aufnehmen kann.“ Mit frischem Wind sollen Sacharbeit und Frauenthemen gezielt in den Fokus genommen und an übergeordnete Gremien herangetragen werden. Auch die Aufstellung der Kandidaten und insbesondere Kandidatinnen bei der anstehenden Kommunalwahl wird dabei ein wichtiger Punkt sein.

 

Als Gastreferent konnte die Frauen Union Zoodirektor Dr. Thomas Wilms begrüßen, der den Anwesenden zu Beginn der Versammlung den Masterplan Zoo vorstellte. Die lebhafte und interessante Diskussion dazu machte deutlich, mit wie viel Leidenschaft Herr Wilms für „seinen“ Zoo einsteht.

 

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„Nicht mit mir – ich werd´ kein Opfer“ unter dieser Überschrift haben rund 30 Frauen der Frauen Union Münster an einem Selbstverteidigungs -und Selbstbehauptungskurs des Arbeitskreises Innere Sicherheit der CDU Münster teilgenommen. In dem praxisorientierten Kurs unter der Leitung von Sifu (Lehrer) David Kropfgans lernten die Teilnehmerinnen sich in unangenehmen Situationen richtig zu verhalten. Trainiert wurden ein selbstbewusstes Auftreten und verschiedene praktische Abwehrtechniken, die auf den Ernstfall vorbereiten sollen. Am Ende des Kurses durften die Frauen „Draufhauen“ und damit ihre eigene Schlagkraft testen. Alexander Koch (Leiter des AK Innere Sicherheit) und Elke Müller (stellvertr. Vorsitzende der Frauen Union) zeigten sich von den positiven Rückmeldungen der Teilnehmerinnen sehr begeistert. Gemeinsames Fazit: Eine Veranstaltung, die Lust auf mehr macht mit „Wiederholungscharakter“! 
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